Tipps + Tricks

Vergaser


Da ich selbst kein großer Freund von Tuningmaßnahmen bin, habe ich mich bisher mit den Serieneinstellungen aus dem Handbuch zufrieden gegeben. Das Resultat war immer recht ordentlich und hat jederzeit für ausreichend Fahrspaß und Erlebniswert gesorgt:

Hauptdüse 87,5
Nadel auf Mittelstellung eingehängt
Luftschraube auf eineinviertel offen
Und natürlich absolute Synchronisation der Schieber
Ultraschallreinigung, neue Dichtungen und möglichst alle Düsen neu sind obligatorisch.

Daniel hat die Vergaser synchronisiert und ist dabei wie folgt vorgegangen:

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und euch einen Tipp zum Vergaser-Sychronisieren schreiben, was ja bekanntlich ein Problem sein kann:

Luftschraube, Düsennadel, Schwimmerstand, alles kein Problem - per Maß, Auge
und Gehör machbar. Aaaber die Höhe der Gaskolben... Soll man ja angeblich mit
einem Schminkspiegel im Luftfiltergehäuse kontrollieren können - mitnichten!
Ich schlage vor: Man nutze den Umstand des gemeinsamen Gaszuges am Gasgriff.
An diesem lässt sich mit Hilfe der Bowdenzug-Einstellschraube ein erhöhtes Standgas
einstellen (3-3.500 U/min). Nun nehme man einen Kerzenstecker ab und prüfe dann
die Drehzahl. Müsste so ca. 1.500 U/min sein. Kerzenstecker wieder rauf und den
anderen Kerzenstecker runter.
Anwerfen. Jetzt sieht man am Drehzahlmesser genau die Differenz zum gemerkten Wert der anderen Seite, und kann diesen mittels der Bowdenzug-Einstellschraub am entsprechenden Vergaser genau auf den Wert des anderen Zylinders, wie er alleine lief, justieren - die perfekte Synchronisation!
(klappt aber nur mit zwei Zylindern, aber wir fahren ja alle mit zweien...) Jetzt noch wieder Bowdenzug-Spiel am Gasgriff einstellen, beide Kerzenstecker rauf und ab gehts
(Leerlaufdrehzahl war ja eingestellt).

Beste Grüße - Daniel Adamczyk